Destinationen in Vietnam

Reisende sind immer auf der Suche nach dem neuen Geheimtipp. Und natürlich bleibt auch der neue Tipp nicht lange geheim, sondern wandelt sich im Laufe der Zeit zu einer wahren Urlaubsdestination. Vor einigen Jahren noch war Vietnam gesamt ein Geheimtipp für alle, denen Thailand zu laut und überlaufen war. Mittlerweile haben die beliebten Urlaubszentren in Da Nang, Nha Trang und Mui Ne einigen thailändischen Stränden diesen Rang abgelaufen. Viele Reisende zieht es nun auf die Insel Phu Quoc, nach Rach Gia oder auch auf die einsam gelegene Insel Con Dao. Aber auch hier wächst der Tourismus rasant. Zwar können Urlauber auch hier noch über Jahre einen angenehmen Urlaub verbringen, aber wer mehr auf Pionierflair steht, dem dürften selbst diese Orte schon zu überlaufen sein. Vietnam hat im Gegensatz zu Thailand leider nur wenige schöne Strände zu bieten. Nicht dass es keine gäbe, aber viele Landstriche sind noch sehr unerschlossen und nur für geübte Vietnamreisende mit Erfahrung erreichbar. Aber es gibt auch für Vietnamanfänger einige kleine Juwelen – zumindest so lange, bis auch diese von allen entdeckt wurden.

Während die großen Inseln Phu Quoc und Con Dao schon seit einigen Jahren einen Zuwachs erleben und damit eine Lawine an neuen Ressort und Hotelbauten nach sich gezogen haben, gibt es in der Bucht von Thailand noch einige kleine Schätze. Sie sind für Vietnamreisende mit viel, aber auch wenig Erfahrung zu erreichen. Oft sind sie zudem sehr günstig. Allerdings gibt es hier den Nachteil, dass die Infrastruktur kaum ausgebaut ist. Viele der kleinen Inselchen in der Provinz Kien Giang, im Westen des Mekongdeltas gelegen, verfügen nicht einmal über Hotels oder Restaurants. Sie eignen sich demnach nur für Kurzaufenthalte von einem Tag. Andere Inseln dagegen haben ein oder zwei Hotels und einige kleine Restaurants. Oft sind Fisch und Meeresfrüchte die einzigen Angebote – allerdings dann direkt am Strand bei den Fischern zu erwerben! Die Restaurants bereiten dann frisch alles für den Gast zu. Aktivurlauber, die allerdings mehr Party und Spaß suchen, sind hier wohl eher fehl am Platz. Wer einmal ein wenig von der Zivilisation Abschied nehmen will, kann dagegen ein herrlich ruhiges genießen.

Eine solche kleine Insel ist Nam Du, das zwischen dem Festland und Phu Quoc gelegen ist. Nam Du ist bereits in Vietnam bekannt, aber nur wenige Reisende haben ihren Weg dorthin gefunden. Die Inseln sind nur per Fähre erreichbar, die von Rach Gia – der Hauptstadt der Provinz Kien Giang, in knapp zwei Stunden nach Nam Du fährt. Verbindungen gibt es täglich, aber nur einmal pro Tag. Nam Du selber ist eine kleine Kette von Inselchen, die mit üppig grünen Palmen bewachsen sind. Das kristallklare Wasser ist seicht und bietet dem Besucher fast schon ein polynesisches Flair. Auf der Insel lässt es sich leicht wandern, am Strand relaxen oder den wenigen Bewohnern beim Alltag zuschauen. Nam Du ist mehr etwas für den ruhigen Urlaub. Nam Du kann ganzjährig besucht werden; während der Regenzeit kann es stürmisch werden. Taifune kommen nicht vor. Da die Infrastruktur doch noch sehr unterentwickelt ist, sollten Gäste vor allem ihre Handys und Kameras gut geladen haben. In Cafés und dem Hotel können sie allerdings problemlos aufgeladen werden. Wifi ist natürlich verfügbar, um die Daheimgebliebenen mit wunderschönen Urlaubsbildern neidisch werden zu lassen.

Die kleine Insel

Ebenfalls in der Bucht von Thailand gelegen, aber weiter nördlich, nahe der kambodschanischen Grenze, findet sich die kleine Insel Tien Hai. Auch hier handelt es sich um eine kleine Kette von Inselchen zwischen dem Festland und der großen Insel Phu Quoc. Viele der Inseln gehören schon zum Königreich , aber sind von Ha Tien, dem nächsten Hafen auf vietnamesischer Seite erreichbar. Eine Fährverbindung gibt es noch nicht, aber per Boot lassen sich Touren nach Tien Hai organisieren. Es gibt ein kleines Ressort, aber Tien Hai eignet sich aufgrund des Mangels an Ausgehmöglichkeiten nur für einen Tagesausflug oder eine Übernachtung. Die Strände sind herrlich weiß und das Wasser klar. Auch hier kann ganzjährig geschwommen werden, was für Urlauber, die einen kleinen Badeurlaub einlegen wollen, vielleicht durchaus attraktiv ist. In der Zukunft werden sicher auch einige Restaurants entstehen, aber es bleibt zu hoffen, dass sich die Besuche von Tien Hai im Rahmen halten werden.

Dies sind nur zwei Beispiele: In Vietnam gibt es noch viele kleine Inseln, die selbst erfahrenen Vietnambesuchern nur beiläufig bekannt sein dürften. Auch im Osten, an der Küste des Südchinesischen Meeres finden sich viele Inseln. Allerdings gibt es hier das Problem, dass während der Regenzeit viele Taifune den Urlaub verderben können. Die Meeresströmungen sind zudem nicht zu unterschätzen, die selbst guten Schwimmern zu schaffen machen können. In der Zukunft wird die vietnamesische Regierung Programme auflegen, um viele der kleinen, abgelegenen Inseln für den Besucher zu erschließen – wie dies in Ly Son, Quang Ngai, bereits geschehen ist. Es lohnt sich also, im Reisebüro oder bei Google auch einmal die abseits gelegenen Pisten in Augenschein zu nehmen.

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